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Beschreibung des Studiengangs Hebammenkunde
Tätigkeitsfeld Der Studiengang Hebammenkunde bereitet darauf vor, den Beruf der Hebamme auszuüben. Als Fachfrau für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist die Hebamme traditionell Begleiterin in einer Lebensphase, die mit tiefgreifenden Veränderungen verbunden ist. Im Zentrum steht dabei, die Gesundheit von Mutter und Kind zu erhalten und im Idealfall zu stärken. Eine vertrauensvolle Beziehung ist dabei die Basis, den unterschiedlichsten Frauen und Familien mit ihren individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Ziel des Studiengangs Das Ziel einer Ausbildung zur Hebamme ist im Hebammengesetz festgelegt und wird folgendermaßen beschrieben: „Die Ausbildung soll insbesondere dazu befähigen, Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und dem Wochenbett Rat zu erteilen und die notwendige Fürsorge zu gewähren, normale Geburten zu leiten, Komplikationen des Geburtsverlaufs frühzeitig zu erkennen, Neugeborene zu versorgen, den Wochenbettverlauf zu überwachen und eine Dokumentation über den Geburtsverlauf anzufertigen.“ Die Studierenden erwerben in insgesamt sieben Semestern Wissen und Fähigkeiten, um in all diesen Situationen kompetent handeln zu können. Damit verbunden sind traditionelles Erfahrungswissen der praktischen Geburtshilfe und Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung.
Besonderheiten des Bachelorstudiengangs Hebammenkunde Der grundständige Studiengang „Hebammenkunde“ integriert zwei berufliche Abschlüsse: durch Bestehen der staatlichen Prüfung im 6. Semester wird die staatliche Anerkennung und somit die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „Hebamme“ bzw. „Entbindungspfleger“ erlangt. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums, dem Erstellen einer Bachelor-Arbeit und einem Kolloquium wird der akademische Abschluss "Bachelor of Science" verliehen. Diese doppelte Qualifikation ist in Deutschland bisher einzigartig. Der Studiengang ist so gegliedert, dass sich Theorie- und Praxisphasen abwechseln. Der theoretische und fachpraktische Unterricht findet an der Hochschule statt und die fachpraktische Ausbildung „vor Ort“, wo Hebammen tätig sind: hauptsächlich in der Geburtshilfe, der Schwangerenberatung und –vorsorge sowie der Betreuung von Mutter und Kind im Wochenbett, und dies sowohl im klinischen als auch im außerklinischen Bereich. Der Studiengang Hebammenkunde zeichnet sich durch eine wissenschaftlich fundierte theoretische Ausbildung aus, die in enger Verzahnung mit der berufspraktischen Ausbildung stattfindet. Die berufspraktischen Einsätze werden durch Reflexion begleitet und die Aneignung von Kompetenzen und Fertigkeiten im Sinne einer wissenschaftlich fundierten Praxis.
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